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Restaurierung des Rundfensters über der Orgel

Eine Königin wartet...

Erstaunlich, was ein Satz im Gutachten zur Malchower Orgel bis jetzt schon nach sich gezogen hat. Es hieß lediglich, dass das Rundfenster über dem Instrument wieder geöffnet werden sollte, da es mit dem Orgelprospekt ein Ganzes bilde. Das war im Mai 2013.

Warum ist die Öffnung mit Brettern verschlossen? Wo ist das Glas des Fensters geblieben? Was hat es einmal gezeigt?

Langsam erst nahm das frühere Rundfenster von immerhin zwei Metern Durchmesser für die Kirchengemeinde wieder Gestalt an. In einer Orgelbeschreibung fand sich der Hinweis, dass es ‚König David mit der Harfe‘ dargestellt hatte. Die Recherche zu den Glasfenstern der Stadtkirche ergab, dass es die 1873 ausführende Glasmalerei Oidtmann auch heute und noch immer in Familienhand gibt: in Linnich. Leider fand sich im dortigen Archiv aber keinerlei Hinweis auf die Malchower Arbeiten, auch nichts zum Rundfenster. Altbischof Dr. Heinrich Rathke dagegen konnte aus seinem Familienalbum die bisher einzige Aufnahme beisteuern, auf der das Fenster in seiner Wirkung im Kirchenraum zu sehen ist, nicht aber in den Details seiner Darstellung – aufgenommen um 1930. Und einige Malchower erinnerten sich vage an das Rot des Bildes, vielleicht den Königsumhang. Möglicherweise wurde es 1945 mit zerstört als bei der Sprengung der Drehbrücke auch Kirchenfenster zu Bruch gingen.

  • Eine Neugestaltung kam nun in den Blick. Der Kirchengemeinderat lobte mit Unterstützung des Kirchenkreises Mecklenburg einen Künstlerwettbewerb aus. Er stand unter dem König David zugeschriebenen Wort aus dem 34. Psalm: „Ich will den Herrn loben allezeit, sein Lob soll immerdar in meinem Munde sein.“

    Drei Künstlerinnen waren um einen Entwurf gebeten worden. Christiane Schwarze-Kalkhoff aus Halle, Marie-Luise Dähne aus Berlin und Gabi Weiss aus Wehingen. Und sie machten es der Jury am 30. Mai 2018 nicht gerade leicht, einen Entwurf zu favorisieren. Schließlich erhielt die Darstellung von Gabi Weiss den Zuschlag, den der Kirchengemeinderat wenig später bestätigte.

    Mit einem großen Fest wurde am Tag des Offenen Denkmals 2018 die Restaurierung der Friese III Orgel abgeschlossen und gefeiert. Außerdem waren die Arbeiten an der Orgel genutzt worden, die alte Öffnung für ein neues Fenster vorzubereiten.

    Bitte helfen Sie mit, dass es bald wieder etwas rund um die Orgel zu feiern gibt! Die Königin der Instrumente wartet auf den König, der Tasten- und Pfeifenklang auf den der Saiten! Spenden sind willkommen.

  • 2018 Restaurierung der Friese III Orgel abgeschlossen

    Die Restaurierung hat Mitte November 2017 begonnen. Die geplanten Kosten liegen bei rund 145.000 Euro. Ca. die Hälfte der Kosten übernimmt das Sanierungsprogramm für national bedeutsame Orgeln. Weiterhin beteiligen sich das Land und der Kirchenkreis Mecklenburg. Durch eine Spendenaktion des Fördervereins wurden ca. 24.000 gesammelt. Die Stiftung Orgelklang trug ebenfalls zur Restaurierung bei, denn das Malchower Instrument wurde als "Orgel des Monats März 2018" ausgezeichnet und so kam es noch einmal zu einem Zuschuß von 6.000 Euro bei.